Was hat Schweigen mit Gastfreundschaft zu tun?

Als Hosts von Schweige-Retreats, Rapha-Seminaren und Geistliche-Begleiter-Kursen ist es uns wichtig, dass du dich wohl fühlst und der Ort, an dem du an diesen Veranstaltungen teilnimmst, dir den Raum und die Ruhe bietet, um Gott tiefer zu begegnen.

Wir finden diesen Gedanken wieder, wenn wir an die Zeit mit Gott denken, die wir uns bestenfalls regelmäßig gönnen dürfen. Ich bin in dieser Zeit Host, das heißt, ich erwarte Sein Kommen, Seine Gegenwart und treffe Vorbereitungen. Vielleicht mache ich einen Kaffee und setze mich in ein ruhiges Eck, lege das Handy zur Seite und freue mich, dass Er mit mir hier sitzt und wir zusammen sind. Wenn ich mich als Host, als Gastgeber, verstehe, dann höre ich vielleicht lieber zu anstatt selbst zu reden. Dann frage ich nach Seiner Meinung, nach Seinen Gedanken über dies und das anstatt nur selbst meine Gedanken kreisen zu lassen.  Ich verstehe mich als jemand, dem Gott gegenüber sitzt und dem Gott zuhört, aber dem auch ich ein offenes Ohr schenke. Auch wenn wir beide nicht sprechen, ist mir mein Gegenüber bewusst, den ich anschaue, mein ganzes Innerstes Ihm zugewandt.

Im gegenseitigen Beschenken an Zeit, Gehör und im gemeinsamen Sein entsteht eine Freude aneinander, die Sehnsucht nach mehr solcher Gemeinschaft weckt.

Das kostbarste, was wir Leuten und auch Gott schenken können, bleibt wohl die Zeit.

Wie geht es dir in deiner Zeit mit Gott?